Regelabstände sind nur der Anfang. Topografie, Nachnutzung und Oberflächenzugang bestimmen die optimale Lage. In einem dicht bebauten Viertel entschied man sich für einen versetzten Querschlag, um einen ruhigen Hof als Sammelpunkt zu nutzen. Mit druckdichten Türen, klaren Piktogrammen und gleichmäßiger Beleuchtung sank die Evakuierungszeit im Probelauf signifikant, während Einsatzkräfte kürzere, kollisionsfreie Wege erhielten.
Aufzüge, flache Rampen, akustische Signale und tastbare Leitstreifen sind kein Zusatz, sondern Kern guter Gestaltung. Ein Erfahrungsbericht einer Pendlerin mit Kinderwagen verdeutlichte, wie ein zusätzlicher Queraufzug Wartezeiten halbierte. Gepaart mit redundanter Energieversorgung, witterungsgeschützten Zugängen und leicht verständlichen Piktogrammen entsteht ein System, das im Alltag überzeugt und im Ernstfall niemanden zurücklässt, weil jede Person einen nutzbaren Weg findet.
Regelmäßige Evakuierungsübungen mit echten Fahrgästen, aufgezeichnet durch Wärmebild und Zeitstempel, offenbaren Engpässe, unklare Zonen und irritierende Ansagen. Nach einem Testlauf führte die Erhöhung der Trittstufenbeleuchtung und das Entfernen einer unnötigen Absperrkette zu messbar schnelleren Abflüssen. Feedbackkanäle bleiben offen: Mitarbeitende, Rettungsdienste und Fahrgäste melden Beobachtungen, die in Checklisten, Trainings und bauliche Korrekturen einfließen.
All Rights Reserved.